Zinsrückgang jetzt nutzen

In den letzten sechs Wochen ist es zu einem Rückgang der Zinsen für Baugeld in Deutschland um ca. 0,4 %-Punkte gekommen Gründe:

  • Die Nachfrage nach Bundesanleihen hat zugenommen (Flucht in die Qualität “Deutschland”)
  • Schlechte US-Konjunkturdaten haben die Wahrscheinlichkeit einer raschen Leitzinserhöhung durch die Notenbank gesenkt.
  • Situation Griechenlands mit vielen Fragezeichen zur Zukunft des Euroraums.

Keine Entwarnung aus den USA

Die Immobilienpreise in den USA sinken immer noch und die Probleme der verschuldeten Hauseigentümer werden nicht geringer. Das reduziert die Konsumnachfrage und wirkt sich negativ auf das Wachstum aus . Die staatlichen Konjunkturpakete verpuffen und führen zu einem Staatsschuldenberg, der relativ gesehen die USA bald in griechische Dimensionen kommen lässt. Damit sind in den USA sowohl der Staat als auch die privaten Haushalte hoch verschuldet. Deshalb versucht die US-Notenbank mit ihrer Null-Zins-Politik Entlastung zu schaffen, indem sie die Kapitalmarktzinsen nach unten manipuliert. Das geschieht sowohl durch den tiefen Leitzins als auch durch Aufkäufe von Staatsanleihen. Die US-Kapitalmarktzinsen liegen inzwischen unter der Inflationsrate. Damit subventionieren die Großanleger in US-Staatsanleihen, nämlich China und Japan, derzeit die USA. Die Frage ist nun, wie lange sie das noch tun werden. Wenn das Vertrauen in die USA aufgrund der aktuellen Diskussion der Rating-Agenturen über eine Herabstufung der Schuldnerqualität der USA nachhaltig sinkt, dann könnten die Zinsen in den USA kräftig nach oben schnellen. Dieser Zinsschock hätte sicherlich Auswirkungen auf die weltweiten Zinsmärkte.

Was tun?

Die aktuelle Phase sinkender Zinsen sollten sie nutzen.  Die Gefahr, dass bei weiter ausufernden Staatsschulden die Zinsmärkte in massive Stürme geraten, steigt kontinuierlich. Daher sollten Sie die Gunst der Stunde nutzen und für Kalkulationssicherheit auf lange Frist sorgen.

Zins-Tendenz:
kurzfristig (1 bis 2 Wochen): seitwärts
mittelfristig (3 Monate): aufwärts

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