Billiges Baugeld!

Die meisten Sparer in Deutschland klagen über die niedrigen Zinsen – zu Recht. Auf der anderen Seite darf nicht aus den Augen verloren werden, dass es in Deutschland auch viele Menschen gibt, die von der Niedrigzinsphase extrem profitieren: die Schuldner. Wer jetzt Darlehen aufnimmt, um eine Immobilie zu erwerben, kann die historisch niedrigen Zinsen genießen. Allerdings ist es sehr unklar, wie es mit den Zinsen weitergeht. Deshalb ist es schwierig zu kalkulieren, welche Zinsbindung man wählen soll. In Europa will Mario Draghi (EZB-Präsident) die Leitzinsen noch lange niedrig lassen, in USA will Janet Yellen (Fed-Chefin) sie noch 2015 anheben. Wer als Bauherr ruhig schlafen will, sichert sich jetzt langfristig die sehr niedrigen Darlehenszinsen – und ist damit unabhängig von der Zinsentwicklung.

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KfW-Darlehen noch günstiger

Die KfW-Bank erhöht ab dem 01. August 2015 die Tilgungszuschüsse im Förderprogramm “Energieeffizient Sanieren. Beispiel: Bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 100 (= Mindeststandard eines Neubaus) erhöht sich der Zuschuss von 10 % auf 15 % der Darlehenssumme.

Des Weiteren erhöht die KfW-Bank den Kredithöchstbetrag von 75.000 € auf 100.000 €.

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Vorzeitige Rückzahlung von Immobiliendarlehen – OHNE Kosten

Viele Kunden mit Immobiliendarlehen kommen ohne die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung aus ihren Darlehensverträgen heraus. Und zwar immer dann, wenn die Bank sie falsch über ihr Widerrufsrecht (14 Tage) informiert hat. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Hamburg nach Prüfung von über 300 Darlehensverträgen. Fehlerhaft waren zwei Drittel!

Die Folge einer falschen Belehrung ist, dass die Kunden jederzeit widerrufen können. Die Bank darf dann für die vorzeitige Rückzahlung des Darlehens keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Bereits bezahlte Beträge können Kunden von der Bank zurück fordern.

Für 50 € erhalten Sie von A-B-solutions eine Einschätzung, ob Sie Ihren Darlehensvertrag widerrufen können. Falls ja, empfehlen wir Ihnen gerne einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, der Sie über weitere Schritt beraten kann.

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Einfacher und sicherer zahlen mit SEPA

Ab Februar 2014 gelten für alle Überweisungen und Lastschriften die neuen Regelungen des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes, auch SEPA genannt. Im Vergleich zur bisherigen Einzugsermächtigungslastschrift bietet die SEPA-Lastschrift auch einen besseren Schutz für Verbraucher. Darauf weist die Bundesregierung in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Hintergrund: Die EU hat 2008 mit SEPA (Single Euro Payments Area) den europaweiten Zahlungsverkehr vereinheitlicht. Denn Zahlungen in und aus dem Ausland waren oft aufwendig. Mitunter gab es wegen der verschiedenen Zahlungssysteme Fehlbuchungen. Zunächst galten die neuen Regelungen nur für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Ab Februar 2014 werden sie für den gesamten unbaren Zahlungsverkehr verpflichtend.

Mehr Verbraucherrechte mit der SEPA-Lastschrift: Im Vergleich zur bisherigen Einzugsermächtigungslastschrift bietet die SEPA-Lastschrift besseren Schutz. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten nämlich das Recht, ihrer Bank folgende Aufträge zu erteilen:

  • Lastschrifteinzüge auf einen bestimmten Betrag, eine bestimmte Dauer oder beides zu begrenzen,
  • ein Zahlungskonto ganz für Lastschriften zu blockieren sowie
  • Lastschriften bestimmter Zahlungsempfänger zuzulassen oder auszuschließen.

Schuldner können die SEPA-Basislastschrift zudem ohne Angabe von Gründen innerhalb von acht Wochen nach Buchung rückgängig machen. Diese acht Wochen gelten bereits seit Mitte 2012 auch für das herkömmliche deutsche Einzugsermächtigungsverfahren.

Übrigens: Wenn der Kontoinhaber vorher kein Mandat erteilt hat, kann er noch 13 Monate später einer Abbuchung widersprechen.

IBAN – die neue Kontonummer: Für Verbraucher ändert sich die Kontonummer. Die neue internationale Bankkontonummer IBAN enthält künftig die Bankleitzahl gleich mit. Zusätzlich verfügt sie über eine Länderkennung, zum Beispiel “DE” für Deutschland, und eine Prüfziffer. Es wird damit nicht schwieriger, sich die IBAN zu merken.

Banken dürfen den Verbrauchern für eine Übergangszeit bis Ende Januar 2016 anbieten, dass sie für ihre Inlandszahlungen weiterhin Kontonummer und Bankleitzahl verwenden können. Das tun viele Banken bereits. In diesem Falle “übersetzen” die Banken die Angaben in die IBAN.

Einfach, effizient und sicher: Wer den Zahlungsmodus noch nicht umgestellt hat, kann dies jetzt tun. Man muss und sollte nicht bis Ende Januar warten. Für das SEPA-Lastschriftverfahren muss der Vertragspartner dieses Zahlungsverfahren bereits anbieten.

Weiterhin wird es bis Ende Januar 2016 möglich sein, in Geschäften das elektronische Lastschriftverfahren zu nutzen. Verbraucher können dies – wie gehabt – mit ihrer Girokarte und einer Unterschrift auf dem Beleg tun.

Quelle: Bundesregierung, Pressemitteilung v. 26.7.2013

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Manipulierte Zinsen nutzen

In der Sitzung des Zentralbankrates am Donnerstag dieser Woche hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi die Aussagen von Anfang Juli wiederholt, aber auch nicht näher konkretisiert. Niedrige Zinsen, bis die Konjunktur in Euroland sich nachhaltig erholt. Eine Koppelung ihrer Entscheidungen an die Daten des Arbeitsmarktes oder an konkrete Ziele beim Wirtschaftswachstum (analog der US-Notenbank) will die EZB vorerst nicht eingehen. Allerdings möchte die EZB zukünftig die Protokolle ihrer Sitzungen veröffentlichen und damit Einblick in den Diskussionsverlauf zwischen den Mitgliedern des Zentralbankrates geben. Damit kommt die EZB wieder einen Schritt näher an das Verhalten von politisch besetzten Notenbanken heran.

Notenbank und Politik beeinflussen den Kapitalmarkt
Früher haben sich die langfristigen Zinsen am Kapitalmarkt aufgrund Angebot und Nachfrage gebildet. Heute leben wir in einer anderen Welt: Die Notenbanken nehmen direkten Einfluss auf die Preisbildung bei den langfristigen Zinsen und haben Nachfrage und Angebot längst ausgehebelt. Das passiert, so wie in den USA, einerseits durch massive direkte Aufkäufe von Staatsanleihen. Kann aber auch, so wie in Euroland, durch eine extrem formulierte Rhetorik passieren. Wenn also Draghi sagt, dass die EZB „alles denkbar notwendige tun wird, um den Euro zusammenzuhalten“, heißt das, dass er im Notfall  Staatsanleihen schwacher Länder aufkaufen wird – ist quasi eine Garantie.

Immobilien sind der Renner
In Euroland setzt die EZB eine einheitliche Zinspolitik für Länder um, die so unterschiedlich sind wie Deutschland und Griechenland. Deshalb ist für Deutschland, bezogen auf das Wirtschaftswachstum, das Zinsniveau viel zu niedrig. Private Haushalte haben das gemerkt und schichten ihr Geld um. Immobilien, ob bar bezahlt oder finanziert, sind der absolute Renner, da es für Spareinlagen praktisch keine Zinsen mehr gibt und gleichzeitig die Darlehenszinsen die niedrigsten seit 60 Jahren sind. Steigende Nachfrage nach Immobilien führt zu steigenden Preisen.

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass diese tiefen Darlehenszinsen die Folge von manipulierten langfristigen Kapitalmarktzinsen sind. Ein Wort von Ben Bernanke (US-Notenbankchef) oder Mario Draghi kann genügen und die Zinsen steigen um ein oder 2 %-Punkte. Baufinanzierungskunden sollten für Zinssicherheit über längere Laufzeiten sorgen und dabei höher tilgen. Auch bei Anschlussfinanzierungen sollte eine Konstruktion gewählt werden, die bis zur endgültigen Schuldenfreiheit das Zinsänderungsrisiko weitestgehend ausschaltet.

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